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Montag, 22. Oktober 2012

Nahttasche mit Reißverschluss

Beim Wintermantel Sew-Along habe ich mich für die im Schnitt vorgesehenen Nahttaschen entschieden, allerdings wollte ich einen Reißverschluss haben, weil ich sonst immer das Gefühl habe, dass mir mein Schlüssel, mein Handy etc. aus der Tasche fallen könnte. Besonders beim Fahrradfahren (hoffentlich geht das mit dem Mantel überhaupt!).

Und während ich nähte, dachte ich mir, dass ich vielleicht mal Fotos machen sollte, damit ich für den Taschenmonat September einen Post kreieren kann, denn neben dem Mantelprojekt komme ich gerade nicht zu so viel anderem, also muss mein geplanter Rock mit innovativer Tasche noch warten, befürchte ich.

Also Nahttasche mit Reißverschluss.

Die Naht wird zunächst geschlossen, abgesehen von dem vorgesehenen Tascheneingriff natürlich.

Dann den Reißverschluss in der Lücke vom Tascheneingriff feststecken (und heften, wenn man will).

Ein Taschenbeutel wird rechts auf links auf die Nahtzugabe am Reißverschluss gesteckt. 

Dann wird von rechts genäht. Am besten mit RV-Füsschen. Dicht entlang des Reißverschlusses.

Wenn man den Taschenbeutel zurückklappt sieht das Ganze von innen so aus.

Das Gleiche macht man nun mit dem zweiten Taschenbeutel, möglichst parallel zum ersten.

Dann wir der Taschenbeutel genäht.

Bis an den Reißverschluss dran!

Fertig!

Ich fand es hier und da ein wenig kniffelig und es hätte alles gerader und perfekter sein können, aber an sich ist so eine Reißverschlusstasche auch für ein Kleidungsstück kein Hexenwerk und ich hoffe, dass meine Fotos und Erklärungen der einen oder dem anderen helfen, es selber einmal zu probieren.

Rückblickend bin ich mit meinen Ergebnissen des Mottomonats recht zufrieden. Ich habe zwar einige Ideen (noch) nicht umgesetzt, aber ich habe dafür jetzt ein paar meiner Kleidungsstück mit Taschen ausgestattet, die vorher keine oder keine schönen hatten.
1. Mein grüner Burda-Rock
2. Mein geliebter Hühner-Rock (Langeneß)
3. Mein geblümtes Hauskleid
4. Mein Wintermantel

Und noch wichtiger vielleicht: Ich habe gaaanz viele Ideen für Taschen und ich werde bei neuen Kleidungsstücken (hoffentlich) nie mehr vergessen Taschen zu planen. Und es gibt noch weitere Stücke im Schrank, die auf neue Taschen warten und sie irgendwann kriegen werden...

Vielen Dank Meike für die Organisation des Taschenmonats. Ich fand es eine tolle Aktion!!!

Montag, 1. Oktober 2012

Neue Taschen drei - Hauskleid

Dies hier ist mein Hauskleid.

Ein dicker Jersey, innen flauschig weich und kuschelig. Auf dem letzten Holland-Stoffmarkt sprang mich der Coupon dieses Stoffes an und ich musste ihn haben. Irgendwie hatte ich auch gleich die Idee ein Kleid daraus zu machen. Zuhause war er mir dann doch zu heftig für ganzkörper.
Dann fiel mir eine ältere burda in die Hände mit gemütlichen Schnitten für zuhause. Und darin war dann "mein" Hauskleid. Es ist ziemlich weit, vielleicht nicht unbedingt attraktiv, aber jetzt wo es kühler wird, ziehe ich es häufig an, wenn das Tagwerk getan ist und ich mich auf die Couch lümmel. Vielleicht schaffte es es eines Tages in den MMM.

Und dann ist mir bei häufigeren Tragen plötzlich aufgefallen, dass ich keine Taschen an diesem Kleid habe. Geht ja gar nicht!
Also habe ich den Taschenmonat September (!) zum Anlass genommen und meinem Hauskleid heute Taschen nach diesem Vorbild genäht (ebenfalls beim Taschenmonat entdeckt!).
 Aus einem ungefähren Quadrat und einem Stück Schrägband wird meine Tasche genäht.
 Oben vorne eine kleine Falte legen, stecken, festheften.
 Obere Kante mit Schrägband umnähen, dabei wird die Falte festgenäht.
Tasche oben gebauscht auf's Kleid nähen.
Sieht man schlecht auf dem Bild, wegen der ganzen Blumen...
So sieht es dann von oben aus (-:

Mein Kleid wird heute Abend (richtig) probegetragen und die Tasche sitzt hoffentlich an der richtigen Stelle. Leider reicht mein Stoff wohl nicht für eine zweite... Vielleicht mache ich noch eine in Gelb auf die andere Seite. Was meint ihr?

P.S.: Ach ja, ich habe die Tasche aus einer Lage Stoff genäht, weil der Jersey sehr dick ist und (hoffentlich) nicht franst. Aus dünneren Stoffen würde man natürlich zwei Lagen rechts auf rechts zusammennähen, wenden (Öffnung also nicht vergessen), dann die Falte legen und die obere Kante absteppen, dabei Falte fixieren und Wendeöffnung schließen. Danach wird die Tasche wie gezeigt aufgenäht.

Montag, 17. September 2012

Alter Rock, neue Taschen (2)

Heute ist das zweite Treffen des Motto-Monats "Taschen" von Meike und uns anderen.
Vor zwei Wochen hatte ich euch ja ein paar fehlende und ein paar desaströse Taschen an meinen Röcken gezeigt. Und ich hatte einige Ideen für neue Taschen an neuen Kleidungsstücken. Neu genäht habe ich nicht in den letzten vierzehn Tagen. Aber zwei meiner Röcke haben ein kleines Make-over bekommen.

Von Nummer eins habe ich letzte Woche berichtet. Mein grüner burda-Rock hat jetzt endlich Taschen und wurde gleichzeitig um einige Zentimeter enger gemacht.
Die Idee habe ich durch Mister Charmings Kommentar über dieses Kleid bekommen.

Nummer zwei habe ich am Wochenende fertig gestellt. Dieser Langeneß-Rock hatte Taschen, aber sie gefielen mir eigentlich nie so richtig. Irgendwie zu einfallslos und dilettantisch.

Also habe ich die Taschen abgetrennt und Neue drauf genäht. Die Idee zu den Taschen hatte ich von Frau Nahtzugabe hier. Also: Taschen ab.
Schnittmuster (!) gemalt und zweimal doppelt ausgeschnitten und zusammengenäht und gewendet und abgesteppt.
 
 Aufgesteckt und aufgenäht. Fertig (naja, fast).
 

Die Taschen sind bis oben zum Bund hochgezogen und bilden Gürtelschlaufen. Also "musste" ich wohl nach einem Gürtel zum Rock suchen... und hinten auch noch Gürtelschlaufen (ohne Taschen) annähen. Jetzt fertig!
Mir gefällt's.
Auch wenn es schade ist, dass ich nichts neues genäht habe, bin ich ganz zufrieden, immerhin an zwei Röcken neue Taschen habe, die mir gefallen. Mal sehen, was die anderen gemacht haben und was ich in den nächsten zwei Wochen schaffe...

Montag, 3. September 2012

Rückblick und Planung für den langen Taschenmonat


Heute beginnt der Taschen"monat" (September/Oktober) von Meike (und hoffentlich vielen, vielen anderen NähbloggerInnen). 
Es geht um Taschen IN und AN Kleidungsstücken, also nicht um die so beliebten "Hand"taschen, von denen ich vor ein paar Tagen berichtet habe.

An und in Kleidungsstücken (in meinem Fall meist Röcken) finde ich Taschen ebenso unverzichtbar, weil ich nicht immer eine Handtasche dabei habe oder Kleinigkeiten trotz "externer Tasche" gerne körpernah verstaue: den Schlüssel auf dem Weg zum Briefkasten/zur Mülltonne/zum Ernten im Garten, das Handy (damit ich es eventuell tatsächlich mal höre) und natürlich mal ein Taschentuch. 

Ich habe bisher zwei Schnitte mit Taschen genäht. Dies sind Origami von kleinformat und Valeska von farbenmix. Bei beiden finde ich die Taschen super.

Meine anderen Schnitte hatten leider keine Taschen, aber ich habe z.T. selber welche ein- oder aufgesetzt. Oder aber ich habe mich (bisher) mit den fehlenden Taschen abgefunden. Bei diesem burda-Schnitt z.B. 

Bei aufgesetzten Taschen besteht für mich das Problem in der Form der Taschen, die zum einen symmetrisch sein sollten, wenn man zwei macht (warum eigentlich?), und zum anderen einfach schwer schön hinzukriegen ist (für mich bisher). Vor allem vermutlich, weil ich kein Schnittmuster habe und mir auch keines nach meinen Wünschen gemacht habe. Damit habe ich wohl schon meinen ersten Fehler entdeckt. Freihand funktioniert das mit den aufgesetzten Taschen nicht so besonders.
Bei selbst eingesetzten Taschen muss man natürlich etwas vorausplanen, denn wenn die Nähte erstmal geschlossen sind, lassen sich schlecht noch Taschen einsetzen (nur noch aufsetzten). Bei der Tasche, die ich bisher dem Schnittmuster hinzugefügt habe, habe ich ein anderes Taschenmuster benutzt. Hat im Prinzip gut funktioniert, aber wie so oft steckt die Tücke im Detail und ich hatte nicht bedacht, dass Valeska (Original) einen Bund hat und Langeneß (mit Tasche versehen) nicht noch einen Bund angesetzt hat. Damit landete die eingesetzte Tasche eigentlich zu weit oben. Für ein Taschentuch reicht es trotzdem...


Die letzte Erfahrung mit Taschen habe ich mit einem Kinderschnitt gemacht. Madamchen von stoffbüro. Da gibt es eine aufgesetzte Tasche, die oben mit Bändern gerafft wird. Das fand ich bei diesem Schnitt entzückend (ein Wort, dass ich eigentlich nicht leiden kann). Ich habe es auch schon einmal auf einen anderen Kinderschnitt ohne Tasche übertragen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich es für mich selber nicht zu "süß" fände. 

Soweit so gut. Kommen wir zum Taschenmonat. Dafür habe ich nämlich einige Pläne:
- ein oder zwei (?) meiner Röcke haben noch gar keine Taschen und sollen eine oder zwei bekommen. Müssen ja wohl aufgesetzte sein, weil schon alle Nähe zu sind. Ich habe schon verschiedenste Formen skizziert und werde mir dieses Mal ein Schnittmuster herstellen, damit die Form so wird, wie ich es mir vorstelle. 
- ein oder zwei Röcke haben etwas misslungene Taschen und sollen neue bekommen. z.B. der orange Hühner-Langeneß von oben 
- einige neue Taschendesigns und Ein- oderAnnäharten möchte ich bei euch anderen sehen und nachmachen oder mir selber welche ausdenken. z.B. schwirrt mir der Ausdruck Blasebalg-Tasche im Kopf rum und ich weiß gar nicht so genau, was das ist, wie man das näht und ob ich das mag.
- eine etwas andere Taschenart habe ich schon im Kopf und möchte sie an einem neuen Rock ausprobieren. Dazu beim nächsten Treffen mehr...
- früher hatten die Leute doch Taschen sozusagen in den Falten ihrer Kleidung. Wie kann man sowas machen?
- und zu guter Letzt hatte ich letzte Nacht noch die Idee, dass man ja eine Tasche eigentlich nicht nur am "unteren" Kleidungsstück anbringen könnte, sondern auch "oben", also im oder am Oberteil. Da ich bisher noch kaum was für obenrum genäht habe, wäre das eine doppelte Herausforderung für mich. Aber vielleicht komme ich ja dazu und traue mich.

So, weitere Überlegungen zu Taschen findet ihr hier. Viel Spaß beim Lesen! Und Danke an Meike für das Organisieren des mittlerweile dritten Motto-Monats!
Gut getarnte Tasche im Origami-Rock
Streifen auf Streifen
DA! ist die Tasche wirklich


Montag, 20. August 2012

FINALE!!! Ich bin dabei! !!


Streifen-Finale. Da will ich dann doch dabei sein, auch wenn ich mich während des von Meike (crafteln) ins Leben gerufenen Motto-Monats ansonsten zurückgehalten habe.

Bisher habe ich noch nicht 'absichtlich' Streifen gekauft, eher zufällig, weil mir die Farben gefielen oder der Stoff sich gut anfühlte. Dass er dann Streifen hatte, war in Ordnung, aber nicht Kaufgrund. Als ich dann über den Rock-Schnitt 'Origami' von kleinformat 'stolperte' (auch bei Meike), habe ich tatsächlich drei meiner Streifen-Stoffe aus dem Vorrat zu solchen Jersey-Röcken verarbeitet. Und eigentlich gefallen mir alle gut, jeder ist etwas besonderes und trotz des gleichen Schnitt (den ich nur jeweils in der Länge und Art des Saumes verändert habe) sind alle anders. Was natürlich auch an den unterschiedlichen Stoffen liegt.

Los geht's:

Nummer eins.

 Ein relativ dünner Jersey mit dunkleren Streifen auf hellblau. Das Foto ist wirklich schlecht, aber ich bin eben nur noch schnell zum Spiegel geflitzt, damit ich überhaupt was zum Posten habe. Dieser Rock ist sehr leicht, weil der Stoff so schön dünn ist, deshalb einer meiner Lieblinge bei dem heißen Wetter momentan. Bei der Streifen-Verarbeitung habe ich mich ein bisschen bemüht, die Streifen an den Taschen mit denen des Rockteils abzugleichen, damit die Taschen ein bisschen 'verschwinden'. Hat nicht hundertprozentig geklappt... Momentan überlege ich, ob ich diesen Rock noch ein bisschen kürze, damit er noch mehr zum Hochsommer-Liebling wird, denn jetzt bedeckt er die Knie gerade so und wärmt damit ein kleines bisschen zu viel.

Nummer zwei.

Dieser ist nämlich etwas kürzer und damit, obwohl er aus einem etwas dickeren Jersey ist, angenehm luftig am Knie. Der Stoff qualifiziert sich auf dem ersten Blick nicht unbedingt als Streifen-Kandidat (so ging es mir), sondern eher als maritim, deshalb hatte ich ihn auch gekauft, als Urlaubsstöffchen. Herausgekommen ist dann ja auch ein Sommer-Urlaubsrock. Aber er hat unverkennbar Streifen. Breite und schmale sogar. Und hier habe ich bei den Taschen auch richtig genau gearbeitet und die Muster ganz genau abgestimmt. So verschwinden die Taschen fast (wenn ich nicht die Hände drinnen habe).

Nummer drei.

Diesen Rock hatte ich schon hier vorgeführt, daher nur noch ein paar Worte zu den Streifen. Dieser Stoff passte erstmal gar nicht zu 'mir'. Zu bunt, zu streifig, zu, zu, zu... einfach zu. Aber dann dachte ich mir, dass er vielleicht als Sommerrock passen könnte gerade wegen der Farben. Und so versuchte ich mich an einem weiteren Streifenrock. Diesmal sind die Streifen der Taschen absichtlich in der anderen Richtung, damit sie schön auffallen. Das ist nämlich das Tolle an Streifen, man kann schöne Kontraste herausarbeiten ohne einen weiteren Stoff zu benutzen. Zum Glück habe ich allerdings für das Bündchen einen anderen Stoff benutzt, denn der Streifenstoff stellte sich im Praxisgebrauch als sehr warm, weil dick und fest, heraus. Da ich diesen Rock zudem extra lang gelassen habe, ist er momentan zu warm. Also ein bunter Herbstrock...

Meine Erfahrungen mit Streifen waren nun nicht so spektakulär. Absichtlich gekauft habe ich sie, wie gesagt, nicht. Absichtlich verarbeitet dann schon. War ja Streifenmonat!
Das Aneinanderfügen, damit es zusammenpasst, fand ich nicht so aufwendig und auch nicht unbedingt so nötig. Bei Rock Nummer eins fällt es mit den feinen Streifen nicht wirklich auf, ob sie passen oder nicht so ganz. Bei den breiten Streifen ist es dann wiederum ziemlich unaufwendig sie aneinander anzupassen.

Also mein Fazit: Streifen sind keine Offenbarung, aber sie schaden auch nicht. Man kann nette Effekte erzielen ohne mehrere Stoffe miteinander kombinieren zu müssen, weil Streifen ja schon selbst verschiedene Farben haben. Ich mag Streifen, aber ich vergöttere sie nicht. Ringelshirts habe ich z.B fast keine und gar keine selbst genäht bisher (ich befürchte auch, da könnte es sich am Busen unschön verziehen).

P.S.: Und jetzt freue ich mich sehr auf Meikes neuen Motto-Monat und hoffe, dass sie sich für Taschen entscheidet...!!! Taschen! Taschen! Taschen! Da fange ich nämlich schon an mir Gedanken drüber zu machen.